Tomaten sind aus der Küche nicht wegzudenken. Sie machen sich in Soßen, Salaten und sogar auf Sandwiches gut, doch was viele nicht wissen: In diesen unscheinbaren roten Früchten steckt mehr als nur Geschmack. Tomaten sind nämlich eine der besten Quellen für Lycopin, ein kraftvolles Antioxidans, das deinem Körper auf viele Weisen zugutekommt (Fröhlich, K., 2007). Doch worum genau handelt es sich, hat Lycopin eine Wirkung auf den Körper und warum solltest du darauf achten, es häufiger in deine Ernährung einzubauen?
Was ist Lycopin eigentlich?
Es gehört zur Familie der Carotinoide, das sind natürliche Pigmente, die Pflanzen ihre leuchtenden Farben verleihen. Während Carotinoide wie Beta-Carotin vor allem durch gelbe oder orangefarbene Früchte bekannt sind, ist Lycopin für die intensive rote Farbe von Tomaten, Wassermelonen und roten Grapefruits verantwortlich (Eisenhardt A., 2014).
Hat es eine Wirkung auf den Körper? Oh ja! Denn die rote Farbe ist nur der Anfang: Lycopin ist vor allem für seine antioxidativen Eigenschaften bekannt (Fröhlich, K., 2007; Ärzte Zeitung, 2012). Antioxidantien helfen deinem Körper, oxidativen Stress zu bekämpfen, indem sie freie Radikale neutralisieren, die Zellen schädigen können (Fröhlich, K., 2007).

Tomaten und Lycopin: Die perfekte Quelle
Tomaten haben wirklich viel zu bieten: Der Gehalt in Tomaten ist tatsächlich höher als in jeder anderen Frucht oder jedem anderen Gemüse. Spannend dabei: Gekochte Tomatenprodukte, wie Tomatensaucen, Pürees oder Suppen, enthalten sogar noch mehr bioverfügbares Lycopin als rohe Tomaten (CORDIS, 2006). Durch das Kochen brechen die Zellstrukturen der Tomaten auf, und das Lycopin wird besser freigesetzt, sodass der Körper es leichter aufnehmen kann.
100 g frische Tomaten enthalten etwa 3 mg Lycopin. Tomatenmark oder Tomatensaft, die durch Erhitzung konzentriert sind, bieten jedoch bis zu 10-mal höhere Mengen, ein klarer Vorteil für die Liebhaber gekochter Tomatenprodukte.
3 Fakten über Lycopin in Tomaten
- Es ist ist hitzestabil: Anders als viele Nährstoffe, die beim Kochen zerstört werden, wird Lycopin durch Erhitzen sogar besser verfügbar. Das bedeutet, dass gekochte Tomaten oft nährstoffreicher sind als rohe (CORDIS, 2006).
- Farbe ist ein Indikator: Je tiefer und intensiver die rote Farbe der Tomate, desto höher ist in der Regel ihr Lycopingehalt.
- Das Antioxidans ist lichtempfindlich: Lagere Tomaten besser im Dunkeln oder an einem kühlen Ort, um den Nährstoffgehalt zu erhalten. Licht kann Lycopin im Laufe der Zeit abbauen.
Wie wirkt Lycopin auf den Körper?
Antioxidantien sind wichtig, um den Körper vor Schäden durch freie Radikale zu schützen. Freie Radikale entstehen durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Umweltverschmutzung oder sogar durch den normalen Stoffwechsel. Diese instabilen Moleküle greifen die Zellen an, was zu einer vorzeitigen Alterung und Zellschädigung führen kann. Es wirkt hier als „Schutzschild“, das freie Radikale neutralisiert, bevor sie Schaden anrichten können.
Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass das Antioxidans eine Wirkung auf die sogenannten Entzündungsmarker im Körper haben kann (Integrative Cancer Care, 2025). Für dich bedeutet das, dass es helfen kann, Entzündungen im Körper zu lindern, die oft im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen stehen.

Lycopin und dein Herz: Ein starkes Duo
Es wird oft als der kleine, aber feine Helfer für dein Herz-Kreislauf-System beschrieben (Fröhlich, K., 2007). Es wird angenommen, dass das Antioxidans dabei unterstützen kann, das sogenannte „schlechte“ LDL-Cholesterin in Schach zu halten (Integrative Cancer Care, 2025; Ried K., Fakler P. 2011). Das könnte helfen, Ablagerungen in den Arterien zu verringern, gut für den Blutfluss! Außerdem gibt es Hinweise, dass Lycopin auch deine Blutgefäße dabei unterstützt, optimal zu funktionieren (Ried K., Fakler P. 2011). So fühlt sich dein Herz rundum wohl, während du deine Tomaten genießt!
Hat Lycopin eine Wirkung auf deine Haut? Strahlend schön dank Tomaten
Auch für deine Haut kann das Antioxidans eine spannende Unterstützung sein. Man geht davon aus, dass es helfen kann, deine Hautzellen vor den täglichen Herausforderungen zu schützen, vor allem vor oxidativen Schäden durch Sonneneinstrahlung (Fassel, T., 2014; Eisenhardt A., 2014). Denk daran, der Stoff ersetzt keine Sonnencreme. Dennoch kann eine tomatenreiche Ernährung deine Haut widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen machen. So kannst du deine Haut nicht nur von außen, sondern auch von innen pflegen, und dabei leckere Tomatengerichte genießen!
Fett als Schlüssel
Das Antioxidans wird besser aufgenommen, wenn du es mit Fett kombinierst (Integrative Cancer Care, 2025). Das macht es richtig einfach, Lycopin in deine Mahlzeiten zu integrieren, sei es durch einen Schuss Olivenöl in deiner Tomatensauce oder ein paar Avocados in deinem Salat. Diese Kombination sorgt dafür, dass dein Körper das Antioxidans optimal verwerten kann, während du ganz entspannt dein leckeres Essen genießt!
Fazit: Tomaten, nicht nur lecker, sondern auch reich an Lycopin
Es bietet einen echten Mehrwert für dich, und Tomaten sind die ideale Quelle dafür. Besonders gekochte Tomatenprodukte wie Saucen oder Suppen bieten dir nicht nur Geschmack, sondern auch das Maximum an bioverfügbarem Lycopin. Wenn du das nächste Mal zu frischen Tomaten greifst, denk daran, dass du durch eine einfache Zubereitung und die Kombination mit hochwertigen Fetten den Nährstoffgehalt erheblich steigern kannst – lecker und gut für dich zugleich!
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FAQs zum Thema Lycopin
Was bewirkt Lycopin im Körper?
Lycopin wirkt als starkes Antioxidans. Es schützt die Zellen vor oxidativem Stress, unterstützt das Herz Kreislauf System und kann entzündungshemmend wirken Fröhlich, K., 2007; Ried K., Fakler P. 2011)
Wo ist das meiste Lycopin enthalten?
Am meisten Lycopin steckt in Tomaten und Tomatenprodukten wie Tomatenmark, Tomatensauce oder passierten Tomaten. Besonders hoch ist der Gehalt in erhitzten Tomatenprodukten.
Was macht Lycopin mit der Haut?
Lycopin schützt die Hautzellen vor oxidativem Stress und kann helfen, Schäden durch UV Strahlung zu reduzieren (Eisenhardt A., 2014).
Welches Obst enthält Lycopin?
Lycopin steckt vor allem in Tomaten. Auch Wassermelonen, Pink Grapefruits, Papayas und Guaven enthalten nennenswerte Mengen.
Ist Lycopin entzündungshemmend?
Ja, Lycopin wirkt entzündungshemmend. Als Antioxidans kann es oxidative Prozesse im Körper reduzieren und so Entzündungen entgegenwirken (Fröhlich, K., 2007; Ärzte Zeitung, 2012).
Quellen:
Tomaten in Holzschale: AdobeStock, olllinka2, #293306676
Tomatenstrauch: AdobeStock, belizar, #529240842
Drei Tomaten: AdobeStock, sommai, #93305507
Fröhlich, K. (2007). Lycopin-Isomere in Lebensmitteln und Humanplasma – Strukturaufklärung, antioxidative Aktivität, Gehalte und relative (E)-(Z)-Verhältnisse von Lycopin. Verfügbar unter: https://www.bioaktive-pflanzenstoffe.uni-jena.de/docs/Dissertation_Kati_Froehlich.pdf (Zugriff: 12.02.2026).
Integrative Cancer Care (2025): Lycopin: Die krebsvorbeugende Wirkung laut über 120 Studien. Verfügbar unter: https://integrative-cancer-care.org/de/lycopin-die-krebsvorbeugende-wirkung-laut-ueber-120-studien/ (Zugriff 12.02.2026)
Ärzte Zeitung (2012): Schützendes Lycopin. Tomatensaft gegen Schlaganfall? Verfügbar unter: https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Tomatensaft-gegen-Schlaganfall-290669.html (Abgerufen am 12.02.2026).
CORDIS (2006): Lycocard erforscht die gesundheitsfördernde Wirkung von Pizza und Ketchup auf unser Herz. EU-Forschungsprojekt. Verfügbar unter: https://cordis.europa.eu/article/id/25603-lycocard-to-investigate-why-pizza-and-ketchup-are-good-for-our-hearts/de (Zugriff: 12.02.2026).
Fassel, T. (2014). Photoprotektive Wirkung von oral verabreichtem Lycopin und Lutein und deren Einfluss auf die Haut. Dissertation, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Verfügbar unter: https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DocumentServlet?id=29942 (Zugriff: 12.02.2026).
Ried K., Fakler P. ( 2011): Protective effect of lycopene on serum cholesterol and blood pressure: Meta-analyses of intervention trials. Verfügbar unter: https://www.maturitas.org/article/S0378-5122(10)00446-9/fulltext (Zugriff am 12.02.2026)
Eisenhardt A. (2014): Photoprotektive Wirkung von oral verabreichtem Lycopin und Lutein und deren Einfluss auf die Haut. Verfügbar unter:
https://docserv.uni-duesseldorf.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-32194/Sammelmappe1_konv.pdf (Zugriff 12.02.2026)
