Die meisten Lebensmittelmarken erzählen dir, was in ihren Produkten drin ist. Am liebsten mit Wörtern wie „handverlesen“, „sorgfältig“ und „mit Liebe gemacht“. Wo drauf steht, „weniger Fett“, wird dafür mehr industrieller Zucker reingepackt, damit der Geschmack dennoch gut ist. Wir machen heute mal das Gegenteil und gehen durch, was du bei uns nicht findest.
Der Grund ist simpel: Bei den meisten Fertigprodukten im Supermarkt ist genau das der spannendere Teil der Zutatenliste.

Kein Palmöl. In keinem einzigen Produkt.
Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Palmöl steckt in gefühlt jedem zweiten Supermarktprodukt, weil es billig ist, bei Raumtemperatur fest bleibt und nach nichts schmeckt. Für die Lebensmittelindustrie ist das ein Traum.
Diese drei Eigenschaften lösen nämlich gleich mehrere Probleme auf einmal. Ein Riegel, der mit Palmfett gebunden ist, zerbröselt nicht in der Verpackung. Eine Creme bleibt streichfähig, ohne im Sommer davonzulaufen. Und weil Palmöl geschmacklich praktisch nichts beisteuert, kann man es in jede beliebige Rezeptur kippen, ohne dass sich am Endprodukt etwas ändert. Dazu kommt der Preis: Die Ölpalme liefert pro Hektar mehr Öl als jede andere Ölpflanze. Günstiger geht Fett kaum.
Bei uns findest du es nicht. In keinem Riegel, in keiner Suppe, in keinem Eintopf. Wenn wir Fett brauchen, nehmen wir eins, das man auch zu Hause im Schrank stehen hat.
Keine Süßstoffe auf unserer Zutatenliste
Acesulfam K, Sucralose, Aspartam: Sie liefern Süße ohne Kalorien und sind deshalb in Riegeln, Getränken und „Light“-Produkten allgegenwärtig.
Der Haken ist der Geschmack. Viele Süßstoffe setzen später ein als Zucker und bleiben dafür länger im Mund. Deshalb schmecken Light-Produkte oft „irgendwie anders“, ohne dass man genau sagen kann, woran es liegt.
Wir arbeiten anders. Gesüßt wird bei uns mit dem, was von Natur aus süß ist. Dattel, Apfel, Frucht. Das bringt gleichzeitig Ballaststoffe und Geschmack mit, macht die Rezeptur aber auch komplizierter: Eine Dattel süßt nicht nur, sie verändert Konsistenz, Farbe und Haltbarkeit. Doch das Ergebnis ist es wert: Der Geschmack ist anders als mit Süßstoff, und das ist genau der Punkt, weshalb du Süßstoff nicht bei uns auf der Zutatenliste findest.

Keine Farbstoffe
Ein Eintopf, der nach zwölf Monaten im Glas noch aussieht wie frisch gekocht, hat meistens nachgeholfen bekommen. Farbstoffe sind billig und wirken sofort.
Der Grund dafür ist eigentlich ein Wahrnehmungsphänomen: Wir schmecken zu einem erheblichen Teil mit den Augen. Ein grauer Eintopf hat es schwer gegen einen, der kräftig aussieht, egal, wie gut er schmeckt. Also wird nachgefärbt, damit das Produkt am Ende der Haltbarkeitsdauer noch so aussieht wie am ersten Tag.
Unsere Produkte sehen aus, wie gekochtes Gemüse eben aussieht. Nicht immer instagramtauglich, dafür ehrlich.
Keine Füllstoffe
Maltodextrin, Reisstärke, Maisstärke: Diese Zutaten machen ein Produkt schwerer, ohne dass es mehr kann. Sie strecken die Rezeptur und drücken den Preis. Maltodextrin ist dabei der Klassiker. Es wird aus Stärke gewonnen, schmeckt nach fast nichts und ist spottbillig. Genau deshalb ist es so praktisch: Man kann eine Instant-Brühe damit auf Volumen bringen, ohne dass sich der Geschmack verändert. Der Verbraucher bekommt mehr Pulver für sein Geld und merkt nicht, dass der Gemüseanteil auf der Zutatenliste dafür kleiner geworden ist.
Der Test dafür ist simpel. Zutaten müssen in absteigender Reihenfolge ihres Gewichtsanteils stehen. Schau dir also mal die Zutatenliste einer beliebigen Instant-Brühe an: Ziemlich oft stehen Salz und Füllstoff ziemlich weit vorne, das Gemüse dagegen weiter hinten. Manchmal so weit hinten, dass man sich fragt, warum das Produkt überhaupt Gemüsebrühe heißt.

Keine Verdickungsmittel
Eine Suppe, die von allein sämig ist, braucht Zeit, gutes Gemüse und ordentlich davon. Eine Suppe mit Verdickungsmittel braucht das alles nicht. Sie sieht am Ende trotzdem cremig aus. Und hier steckt der eigentliche Grund, warum die Industrie so gerne zu Guarkernmehl, Xanthan oder modifizierter Stärke greift: Diese Stoffe machen Wasser dick. Man kann also den Gemüseanteil senken, mehr Wasser verwenden und bekommt trotzdem eine Konsistenz, die nach Suppe aussieht. Nebenbei sorgen sie dafür, dass sich das Produkt im Glas nicht absetzt, denn eine Suppe, bei der die Brühe oben und das Gemüse unten steht, verkauft sich schlecht.
Unsere Suppen und Eintöpfe werden von Hand gekocht. Sämig werden sie, weil genug drin ist. Nicht, weil wir nachgeholfen haben.
Keine Konservierungsstoffe
Haltbar machen kann man auf zwei Arten. Entweder man kippt etwas rein, das Mikroorganismen den Garaus macht. Oder man arbeitet sauber, erhitzt richtig und füllt vernünftig ab.
Der chemische Weg ist der bequemere. Konservierungsstoffe hemmen das Wachstum von Bakterien, Hefen und Schimmel und verzeihen dabei ziemlich viel: eine Abfüllung, die nicht ganz keimfrei war, eine Kühlkette mit Lücken, eine Lagerung im warmen Lager. Das Produkt hält trotzdem.
Der andere Weg ist aufwendiger. Er verlangt saubere Rohware, kontrollierte Erhitzung, luftdichte Gläser und eine Abfüllung, bei der nichts schiefgehen darf. Dafür brauchst du am Ende keinen einzigen Zusatzstoff auf der Zutatenliste, denn ohne Mikroorganismen im Glas gibt es auch nichts, was verderben könnte.
Wir machen Letzteres. Deshalb halten unsere Gläser auch ohne Konservierungsstoffe ziemlich lange.
Keine Aromen
Aromen sind immer dann nötig, wenn das Ausgangsprodukt zu wenig Geschmack mitbringt. Denn genau darin liegt ihr Sinn. Wenn du Rohstoffe verwendest, die schnell gewachsen sind, unreif geerntet wurden oder lange gelagert haben, dann fehlt Geschmack. Der lässt sich nachträglich hinzufügen, und zwar deutlich günstiger, als bessere Rohware einzukaufen. Ein paar Tropfen genügen.
Doch wer gutes Gemüse und gute Früchte verarbeitet, braucht sie nicht.
Warum wir das so genau nehmen
Melly und Matteo haben bleibwacker gegründet, weil sie keine Lust mehr hatten, im Supermarkt jede Packung umzudrehen und jede einzelne Zutatenliste zu entziffern. Diese Idee ist bis heute der Kern: Du sollst dich darauf verlassen können, dass nur drin ist, was du selbst zu Hause verwenden würdest. Du musst uns übrigens gar nicht glauben. Dreh unsere Verpackung um und lies die Zutatenliste. Dann nimm irgendein vergleichbares Produkt aus dem Supermarktregal und mach dasselbe.
Der Vergleich erledigt den Rest.
Du wünschst dir Lebensmittel, die nur aus Zutaten bestehen, die du auch selbst beim Kochen verwenden würdest? Dann bist du bei bleibwacker genau richtig. Hier wird nur verwendet, was wirklich rein gehört. Schau dich bei uns im Shop um und decke dich mit echten Lebensmitteln ein.

